Wir betreuen Sie gern

Ihr Pflegedienst

Kompetent  Aufmerksam Rasch Engagiert Nett

Diese Website verwendet Cookies. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung für Details.

OK

Im Mai 2006 wurde bei unserer Tochter Karen, die in Berlin lebte, Musikwissenschaften und Lateinamerikanistik studierte, ein schwere Erkrankung, ein Hirntumor, diagnostiziert. In kürzester Zeit stellte sich heraus, dass er inoperabel war. Nach der einzig möglichen Behandlung durch Prof. Steinmeier in Chemnitz verschärfte sich die Diagnose: Karen wurde eine Lebenserwartung von einem viertel Jahr prognostiziert.


Den Höllensturz unserer Familie, Karen hatte eine dreizehn Jahre jüngere Schwester, muss ich nicht schildern, der ist für jeden vorstellbar.


Aber aus dem viertel Jahr Lebenserwartung sind drei geworden. Bewirkt haben das in unseren Augen einmal die hervorragende medizinische Betreuung, die wahrscheinlich jedem schwer erkrankten Patienten (Karen war Kassenpatient) in Deutschland widerfährt. Zum anderen der Zusammenhalt der Familie und die von allen Freunden mitgetragene Unterstützung in dieser leidvollen Zeit, mit einem Wort die soziale Einbindung. Und als weitere hilfreiche Unterstützung, die Begleitung von und die Pflege durch Kerstin Maune, heute verheiratete Keller, vom uns betreuendem Pflegedienst. Unsere Tochter Karen hatte eine Fähigkeit, die Menschen, die als Therapeuten in unser Haus kamen zu Freunden werden zu lassen. Bald stellte sich in Gesprächen mit Frau Maune heraus, dass sie sich eine andere Art des Pflegedienstes vorstellte und wünschte. 


Karens Krankheitsverlauf ist heute in unseren Augen ein exemplarisches Beispiel dafür, wie wichtig der Dreiklang aus sozialer, familiärer und freundschaftlicher Einbindung, medizinischer Betreuung und menschlich handelnder Pflege ist. In den drei Jahren bist zum Tod unserer Tochter begegneten sich Menschen, die, egal ob sie Freunde, Ärzte, Pflegende oder Therapierende waren, ein Geflecht bildeten, welches der Schwerkranken ein lebendiges Dasein ermöglichten. 


Nach dem Tod unserer Tochter Karen, am 14. August 2009, entstand genau aus dieser Erfahrung, aus der Begegnung mit Karen, die Idee, einen Pflegedienst zu gründen, der die Erfahrungen aller Beteiligten in das Leitbild überführte und zum Handlungsmotor für den "KAREN- Ihr Pflegedienst" geworden ist.


Elke und Paul Böckelmann im Oktober 2016


STUMMLAUT


Hinterlassenschaft Blues


2013 erschießt sich der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf am Ufer des Berliner Hohenzollernkanals. Ihm gelingt, trotz seines Hirntumors, in einem Blog bis zu seinem Freitod über sein Leben und seine Arbeit Zeugnis abzulegen. Er nennt es "Arbeit und Struktur". Diese Möglichkeit war Karen Böckelmann nicht gegeben. Als im Mai 2006 der Tumor diagnostiziert wird, stellt er sich als inoperabel heraus. Die Bestrahlung verschafft ihr Zeit, löscht aber auch viele ihrer Fähigkeiten rigide. Das Studium der Musikwissenschaft und Lateinamerikanistik findet keinen Abschluss, sie kann und darf nicht mehr Saxophon spielen, ihre Wohnung in der von ihr so geliebten Stadt Berlin muss aufgegeben werden. 


Ihr neues, letztes Leben beginnt. Ergo-, Logo, Physiotherapien strukturieren den Tag, Chemotherapien setzen im Ablauf der Wochen Zäsuren. Um unausgefüllt verstreichender Zeit Sinn abzugewinnen und weil Weihnachten naht, sie ihren Freunden und ihrer Familie persönliche Gaben schenken möchte, bemalt Karen ungelenk kleine Keramikfliesen aus der Werkstatt ihrer Mutter. Sie, die Wochen nicht länger als fünf Minuten gehen konnte, deren Sprache nur langsam und nie mehr vollständig zurückkehrt, wendet sich hilfesuchend einem Ausdrucksmittel zu, welches vorher nie ihr Medium war. 


Weiterführende Informationen: www.paul-boeckelmann-erna.de

Karen Ihr Pflegedienst GmbH,Berliner Straße 23, 04924 Bad Liebenwerda, Tel. 035341 / 493048

IK 463202179 Steuer-Nr. 058/112/01512 Handelsregister-Nr. HRB 8755